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Magnetton

Ein Riesen Fortschritt wurde in den fünfziger Jahren erzielt: Der magnetisch gespeicherte analog-Ton.

Dieser wurde von 20th Century Fox vorgestellt und zwar als 4-Kanal Stereo auf 35mm Film ("The Robe") und 6-Kanal Stereo auf 70mm Film ("In 80 Tagen um die Welt"). Bei diesem Verfahren werden neben den Bildern Magnet-Streifen auf den Film aufgebracht. Diese funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie bei der Audio-Compact-Kassette. Qualitativ war das ein gigantischer Fortschritt zum optischen-mono-Ton. Nicht nur wegen der mehr Kanäle, sondern auch wegen eines viel größeren Frequenzumfangs.

Leider hat der Magnet-Ton gravierende Nachteile und konnte sich deswegen nie durchsetzen: Die Herstellung ist sehr teuer - nicht zuletzt deswegen, weil die Tonspuren in einem separaten Arbeitsgang auf den Film aufgebracht werden müssen. So kostet ein solcher Film doppelt so viel wie ein optischer 35mm Film. Eine 70mm Kopie kostet gar das 14-fache. In der Praxis kam es immerwieder vor das die Filmkopie zu nahe an ein Magnetfeld gebracht wurde. Die Toninformation wurde so, teilweise, oder komplett gelöscht.